Was sollten CIOs und CFOs über den Betrieb von IBM Planning Analytics wissen?

Warum der langfristige Erfolg einer Planning-Analytics-Lösung nicht mit ihrer Einführung beginnt – sondern mit ihrem Betrieb.

Die Einführung von IBM Planning Analytics ist in vielen Unternehmen ein bedeutendes Projekt. Prozesse werden neu gestaltet, Datenquellen integriert und Planungsmodelle entwickelt. Nach dem erfolgreichen Go-live rückt das System jedoch häufig aus dem Fokus des Managements. Solange Budgetierung, Forecast und Reporting funktionieren, gilt das Projekt als abgeschlossen.

Genau an diesem Punkt beginnt jedoch die eigentliche Herausforderung.

Ein Planning-System ist keine Software, die nach der Einführung unverändert betrieben werden kann. Es entwickelt sich gemeinsam mit dem Unternehmen weiter. Neue Geschäftsmodelle, organisatorische Veränderungen, Akquisitionen oder regulatorische Anforderungen wirken sich unmittelbar auf die Planung aus. Damit verändern sich auch die Anforderungen an IBM Planning Analytics.

Für CFOs und Entscheider stellt sich deshalb nicht die Frage, ob das System heute funktioniert. Entscheidend ist, ob es auch in drei oder fünf Jahren noch zuverlässig, wirtschaftlich und flexibel betrieben werden kann.

IBM Planning Analytics ist eine geschäftskritische Plattform

Planning Analytics gehört in vielen Unternehmen zu den zentralen Anwendungen für die Unternehmenssteuerung. Budgetentscheidungen, Forecasts, Liquiditätsplanung oder Investitionsrechnungen basieren auf den dort verarbeiteten Daten.

Ein Ausfall oder eine fehlerhafte Berechnung betrifft daher nicht nur die IT. Entscheidungen des Managements können unmittelbar beeinflusst werden.

Trotzdem wird der Betrieb häufig ausschließlich als technische Aufgabe betrachtet. Verantwortung und Wissen konzentrieren sich auf einzelne Entwickler oder Administratoren, während sich das Management vor allem mit neuen Anforderungen oder Projekten beschäftigt.

Ein professioneller Betrieb betrachtet das System dagegen als strategische Plattform. Neben Verfügbarkeit und Performance gehören dazu auch Wartbarkeit, Dokumentation, Wissenstransfer und kontinuierliche Weiterentwicklung.

Die größten Risiken entstehen nicht durch die Software

IBM Planning Analytics gilt als leistungsfähige und stabile Plattform. In der Praxis entstehen Betriebsrisiken deshalb selten durch die Software selbst.

Deutlich häufiger begegnen wir organisatorischen und strukturellen Herausforderungen.

Ein typisches Beispiel ist die Abhängigkeit von einzelnen Personen. Viele Unternehmen verfügen über einen erfahrenen TM1-Entwickler, der das System seit Jahren betreut und nahezu jede fachliche und technische Entscheidung kennt. Verlässt diese Person das Unternehmen, geht häufig ein erheblicher Teil des Wissens verloren.

Ebenso kritisch sind technische Schulden. Kurzfristige Erweiterungen, historische Workarounds und gewachsene Architekturen erschweren mit der Zeit jede Weiterentwicklung. Änderungen dauern länger, Upgrades werden aufwendiger und neue Anforderungen verursachen unverhältnismäßig hohe Kosten.

Auch fehlende Dokumentation oder unklare Verantwortlichkeiten führen langfristig zu steigenden Betriebsrisiken. Oft funktioniert das System zwar weiterhin zuverlässig, seine Anpassungsfähigkeit nimmt jedoch kontinuierlich ab.

Woran erkennen CIOs und CFOs den Zustand ihres Systems?

Für das Management ist nicht entscheidend, wie viele Cubes oder Rules ein Modell enthält. Wesentlich wichtiger ist die Frage, wie gut sich das System betreiben und weiterentwickeln lässt.

Ein gesundes Planning-Analytics-System zeichnet sich dadurch aus, dass Änderungen planbar umgesetzt werden können, mehrere Personen die Architektur verstehen und neue Anforderungen ohne übermäßigen Aufwand integriert werden können.

Warnsignale sind dagegen leicht zu erkennen. Jede Änderung entwickelt sich zu einem kleinen Projekt. Neue Entwickler benötigen viele Monate zur Einarbeitung. Upgrades werden verschoben, weil ihre Auswirkungen schwer einzuschätzen sind. Fachbereiche entwickeln Excel-Workarounds, da Anpassungen im eigentlichen Planungssystem zu lange dauern.

Diese Symptome weisen häufig darauf hin, dass nicht die Software an ihre Grenzen stößt, sondern das Betriebsmodell.

Fünf Fragen, die sich jede Geschäftsleitung stellen sollte

Statt sich ausschließlich auf technische Kennzahlen zu konzentrieren, lohnt sich ein Blick auf einige grundlegende Fragen.

  • Könnte unser System auch dann zuverlässig betrieben werden, wenn heute der verantwortliche Entwickler ausfällt?
  • Wissen wir, welche technischen Schulden in unserer TM1-Landschaft bestehen und welche Auswirkungen sie auf zukünftige Projekte haben?
  • Sind größere Änderungen oder Upgrades planbar oder stellen sie jedes Mal ein erhebliches Risiko dar?
  • Ist dokumentiert, warum unser Modell so aufgebaut wurde, oder kennen nur einzelne Personen die Hintergründe?
  • Unterstützt unsere Planning-Analytics-Landschaft die zukünftige Entwicklung unseres Unternehmens oder bremst sie neue Anforderungen zunehmend aus?

Unternehmen, die mehrere dieser Fragen nicht eindeutig beantworten können, sollten ihren Betrieb kritisch hinterfragen.

Guter Betrieb ist kein reaktiver Support

Viele Organisationen verstehen Support vor allem als Reaktion auf Störungen.

Ein professioneller Betrieb beginnt jedoch lange bevor Probleme auftreten.

Regelmäßige Architektur-Reviews schaffen Transparenz über den Zustand des Systems. Dokumentation und Wissenstransfer reduzieren die Abhängigkeit von einzelnen Personen. Technische Health Checks identifizieren Risiken frühzeitig und ermöglichen es, technische Schulden schrittweise abzubauen, anstatt sie über Jahre anzusammeln.

Ebenso wichtig ist eine klare Governance. Verantwortlichkeiten zwischen IT, Controlling und externen Partnern sollten eindeutig definiert sein. Nur so lassen sich Weiterentwicklungen strategisch planen und Betriebsrisiken dauerhaft reduzieren.

IBM Planning Analytics ist eine langfristige Investition

Unternehmen investieren erhebliche Zeit und Ressourcen in den Aufbau ihrer Planning-Analytics-Landschaft.

Der langfristige Nutzen dieser Investition hängt jedoch nicht allein von der Qualität der Einführung ab. Entscheidend ist, wie das System über viele Jahre hinweg betrieben, gepflegt und weiterentwickelt wird.

Ein professionelles Betriebsmodell schützt diese Investition. Es sorgt dafür, dass neue Anforderungen effizient umgesetzt werden können, Wissen im Unternehmen erhalten bleibt und technische Risiken beherrschbar bleiben.

Damit wird IBM Planning Analytics nicht nur zu einem leistungsfähigen Planungssystem, sondern zu einer stabilen Grundlage für fundierte Unternehmensentscheidungen.

Fazit

Für CIOs und CFOs sollte der Betrieb von IBM Planning Analytics nicht als reine IT-Aufgabe verstanden werden. Er ist Teil der Unternehmenssteuerung.

Die entscheidenden Fragen lauten deshalb nicht: Läuft das System heute? oder Wann war das letzte Upgrade?

Sondern:

Ist unsere Planning-Analytics-Landschaft auch in fünf Jahren noch wartbar, anpassungsfähig und unabhängig von einzelnen Personen?

Unternehmen, die diese Frage mit gutem Gewissen beantworten können, verfügen nicht nur über eine leistungsfähige Software. Sie haben die Grundlage geschaffen, ihre Planungsprozesse nachhaltig und zukunftssicher weiterzuentwickeln.

Wie zukunftssicher ist Ihre Planning-Analytics-Landschaft?

Mit der Erfahrung aus mehr als 10 Jahren IBM Planning Analytics TM1 bewerten wir nicht nur Performance und Architektur, sondern zeigen auch auf, wie wartbar, dokumentiert und langfristig betreibbar Ihre IBMPlanning Analytics TM1-Umgebung ist.

Wir unterstützen Unternehmen dabei, ihre Planning Analytics Landschaft strategisch weiterzuentwickeln – damit sie auch morgen noch den Anforderungen des Unternehmens gerecht wird.

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